terra-solar e.V.

Ihr Verein für Erneuerbare Energie in der Wetterau

Pressemitteilung von terra-solar e.V

 

Erste Mini-Eigenstromerzeugung mit Photovoltaik in der Wetterau installiert

 

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Schon 2 Wochen nach dem Vortrag (7.4.2016) beim Verein terra-solar e.V. (Sitz Wölfersheim) in Florstadt, haben Mitglieder des Vereins diese Mini-Photovoltaik Anlage zur Direkteinspeisung des Stromes gekauft und installiert. Einer der Anlagen ist am Balkon eines Mietshauses installiert (s. Foto) und mit einem Messzähler ausgestattet, der die momentane Stromproduktion anzeigt. Der erzeugte Strom wird direkt in das Wohnungsnetz eingespeist, ohne die Einspeisevergütung nach dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz). In diesem Falle wird der Strom durch die elektrischen Geräte in der Wohnung verbraucht und kein Strom vom öffentlichen Stromnetz entnommen, d.h. geringere Stromkosten gegenüber dem öffentlichen Versorger, wie z.B. Stadtwerke oder OVAG etc. Endlich haben auch Menschen mit kleinem Geldbeutel die Möglichkeit umweltfreundlichen Strom zu erzeugen und zu verbrauchen. Informationen hierzu liegen auch aus bei der Ausstellung im Foyer des Kreishauses in Friedberg bis Ende Mai. Weitere Einzelheiten erfährt man unter: www.balkonmodul.de oder www.s-i-z.de

 

Bad Nauheim 10.5.2016

  

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 Fabeck Vortrag Seite1

 

 Vortrag Fabeck 18.04.2015

 

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Ohne Stromspeicher keine dezentrale Stromversorgung!

Der Wetterauer Verein terra-solar e.V. veranstaltete eine Informations- und Diskussionsveranstaltung mit dem Thema Stromspeicherung und Fotovoltaikanlagen. Die sehr gut besuchte Veranstaltung wurde ausgestaltet durch die beiden Fachleute H. Lübeck (Wagner- Solar), H.Villalta (SMA) und K.Miller (terra-solar e.V.). Lübeck informierte über die unterschiedlichen Stromspeichermöglich- keiten, wie der einfachsten und kostengünstigsten mittels der Installation eines ca. 3 kW Heizstabes in einen bestehenden Warmwasserspeicher einer solarthermischen Anlage. Der Fotovoltaikstrom wird direkt an den Heizstab transportiert und erhöht damit den Anteil des Eigenstromverbrauchs. Die Stromspeicherung in Akkus ist die derzeit zweitbeste Möglichkeit, wobei die Batterieentwicklung in den kommenden Jahren ähnlich große Effizienz und Kostenreduzierungen erwarten lässt wie bei PV-Modulen. Derzeit sind die zyklenfesten Blei-Gel-Batterien einsatzfähig. Man sollte aber darauf achten nur qualitativ gute Batterien zu kaufen, so Lübeck. Eine Standdauer solcher Batterien liegt bei bis zu 10 Jahren und 200 Ladezyklen pro Jahr. Miller verwies auf einen Batteriepreis von ca. 180 pro 1 kWh. Bei einer Batteriekapazität von ca. 5 kWh (5000Wh = Wattstunden) wären dies 900.- für z.B. 3 Batterien a 70 Ah für 24 Volt Spannung. Der Verlust beim Batterieladen und -entladen dürfte bei ca. 20 % liegen, was von dem Lade und Entladeprofil abhängig ist. In der Energiezelle der Fa. Fronius wird mit dem Strom aus einer PV-Anlage Wasserstoff und Sauerstoff gespalten und bei Gebrauch wieder in Strom und Wärme umgewandelt. Das System ist noch relativ teuer, soll aber Ende 2012 auf den Markt kommen. H.Villalta präsentierte den Stromverbrauchs - Organisator (homemanager) für ein Privathaus, um die Eigenverbrauchsanteile des erzeugten Solarstromes zu erhöhen. Dadurch erhält man eine zusätzliche Vergütung vom Netzbetreiber. Dieses Gerät ist mit dem Internet verbunden und erstellt ein Steuerungsprogramm für das Einschalten der funkgesteuerten Verbraucher (z.B. Geschirrspülmaschine). Der höhere Eigenverbrauch wirkt sich auch im Leitungsnetz entlastend aus, z.B.bei großen Solarleistungen zur Mittagszeit. Wenn man nun einen homemanager mit einem automatischen Batteriewechselrichter (backup) und Akkus kombiniert, kann man den Solarstrom über ca. 35 % Eigenstromanteil steigern und die Verbraucher noch länger zeitversetzt automatisch einschalten. Der Eigenstromanteil hängt aber auch von der Größe der Solarstromanlage, dem Verbraucherverhalten und der Anzahl der Personen im Haus ab. Miller verwies abschließend auf die Notwendigkeit, dass auch für die Stromspeicherung, analog den Solaranlagen, dringend ein Markteinführungsprogramm politisch beschlossen werden sollte, denn ohne Stromspeicherung vor Ort ist auch keine dezentrale Stromversorgung mit erneuerbarer Energie möglich. Der Verein fordert die teuren zentralen Offshore-Windkraftanlagen und den Ausbau von Leitungen dafür zu begrenzen, die ohnehin schon eine höhere Einspeisevergütung haben als Windkraftanlagen im Binnenland. Das Gleiche gilt für die geplanten Pumpspeicherwerke national und international. Auch das zentrale Desertec-Projekt (Solarstrom aus Nordafrika) ist zu teuer, zu risikoreich und stärkt nicht die Wertschöpfung in den Regionen von Deutschland.

Weitere Informationen sind zu erhalten auf den Internetseiten von Wagner-Solar, SMA und terra-solar e.V.

Bad Nauheim /Wölfersheim

22.März 2012